AHA ! Alles Halle 09/2004

Stephanie Beyer hat ihre erste Single herausgegeben
Bitte keinen Schlager mehr!
Die 21-jährige Stephanie Beyer ist mit ihrer
Debütsingle nicht ganz zufrieden
Halle/AHA.
„Ich wirke immer so lieb. Vielleicht muss ich frecher werden“, sagt Stephanie
Beyer. „Aber man kann alles lernen.“ Doch so, wie sie das sagt, kann man es
ihr unmöglich glauben. Mit der gerade erschienenen ersten Single der
21-Jährigen, die in Halle Musikwissenschaft studiert, verhält es sich genauso:
Müsste Stephanie das Lied irgendwo live singen, niemand würde ihr auch nur ein
Wort abnehmen. „Steph – Wer hört jetzt deine Stimme“ ist ein Song, den man
nach drei Takten zielsicher und für immer in die Schlagerschublade ablegt.
Altbacken und gar nicht frech. Er handelt davon, dass eine enttäuschte Frau
ihrem fremdgegangenen Lover verzeiht und ihm das Türchen zurück nach Hause
aufhält. „Die Plattenfirma hat ihn ausgesucht“, sagt Stephanie.
Mit ihrem eigenen Newsletter hatte sie die Leute vom Label Songhouse auf sich aufmerksam gemacht. Doch damit nicht genug: Um ihren Traum von der Musikkarriere zu verwirklichen, beteiligte sich Stephanie an unzähligen Castings. Von „RTL Act 2000“ über „DSDS2“ und „Die deutsche Stimme 2003“ bis hin zum „Coca Cola-Casting“ in Dresden: Immer gab Stephanie ihr Bestes. Zu einem Vertrag hat es bislang eben nur bei Songhouse gelangt aus der süddeutschen Metropole Röfingen („Anfahrt mit der Bahn: Sie wählen eine Verbindung nach Augsburg oder Ulm. Von dort fährt stündlich ein Regionalzug nach Burgau. Dort werden wir Sie nach Absprache dann abholen.“ – www.songhouse.de) gereicht.
Das Label hat sich auf das „erste professionelle Produkt eines Künstlers“ spezialisiert. „Sie bauen einen Künstler von ganz klein auf“, sagt Stephanie. Promosingles musste sie aber selbst verschicken. Bei MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt war Stephanie immerhin zum Interview. Bei der nächsten Single soll aber einiges anders werden: Stephanie will mehr mitbestimmen, sich nicht in die Schlagerecke drücken lassen, vielleicht einen eigenen Song an den Start bringen.
„Ich kann auch richtig rocken! Damals haben wir sogar Metallica gespielt“, erinnert sie sich an Auftritte mit ihrer Schülerband The Skabs. Am liebsten mag sie aber englische und deutsche Popmusik: „Zur Gesangsprüfung an der halleschen Uni habe ich ‚The Voice Within‘ von Christina Aguilera gesungen.“ Dann fallen Namen wie Nena, Yvonne Catterfeld und Sarah Connor. Da will sie hin.
Quelle: AHA - ALLES HALLE 09/2004